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27. 05. 2012
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NRW: Mikrokredite sind ein Erfolgsmodell


09.10.2011 21:19 von:

Schlagwörter: Köln,NRW,Mikrokredit,2011,Oktober,Zwischenbilanz,Existenzgründer,Kleinunternehme

Wer sich als Kleinunternehmerin oder Kleinunternehmer selbständig macht, geht in der Regel mit viel Idealismus und noch mehr Energie an die Verwirklichung seines Lebenstraums heran. Doch guter Wille, eine gute Idee und viele unbezahlte Überstunden alleine reichen häufig nicht aus. Trotz vielfältiger Fördermöglichkeiten bleibt vielen Existenzgründerinnen und –gründern vor allem ein Engpass: das liebe Geld. Um das Problem zu lösen, griffen die Verantwortlichen auch in Nordrhein-Westfalen zu einem Instrument, das bereits seit Jahren in Entwicklungsländern für nachhaltige Erfolge sorgte, das der Mikrokredite. Für die Kredite, die ein Volumen zwischen 5000 und 25.000 Euro haben, werden dabei keine Sicherheiten verlangt. Im April dieses Jahres ging das vormalige Pilotprojekt daher in den Regelbetrieb über. Am gestrigen Donnerstag war es Zeit, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen und die fällt durchweg positiv aus.

Inzwischen haben die Verantwortlichen Kredite in einem Gesamtvolumen in Höhe von 8,3 Millionen Euro vergeben. 423 Kleinunternehmerinnen und Kleinunternehmer haben dabei dank der bereit gestellten Finanzmittel mehr als 530 Arbeitsplätze geschaffen. Bereitgestellt wird das Angebot von der landeseigenen Förderbank, Anlaufstellen sind die Starter-Center in den Kammern und kommunalen Wirtschaftsförderungen. Sie sind auch für die Abwicklung der notwendigen Formalien sowie die damit verbundenen Beratungsdienstleistungen zuständig. In der Region Köln scheint der Bedarf besonders hoch zu sein, denn alleine 40 Unternehmen mit inzwischen 55 Arbeitsplätzen profitieren inzwischen von dieser alternativen Finanzierungslösung.

Angesichts dieser Zahlen konnte das Urteil zur gestrigen Zwischenbilanz nur positiv ausfallen. „Das Mikrodarlehen ist in diesem Bereich ein einmaliges Produkt“, erklärte IHK-Geschäftsführer Dr. Ulrich Soénius. „Viele Kleinstgründer sind unternehmerisch oder kaufmännisch unerfahren. Unser Ziel ist, dass in NRW keine gute Idee an der Finanzierung scheitert“, ergänzte Michael Stölting, Vorstand der NRW.BANK. Stellvertretend für die bislang erfolgreichen Unternehmensfinanzierungen zeigte sich auch die Kölner Unternehmerin Kerstin Strohn von dem Angebot überzeugt. Ihr habe der Mikrokredit überhaupt erst den Sprung in die Selbständigkeit geebnet. Sie gründete den Second-Hand-Laden „Friese 75“ und ist seither erfolgreich am Markt aktiv.

40 Prozent der Darlehensnehmerinnen sind weiblichen Geschlechts. Die Existenzgründer sind vielfältig. Neben Kleinbetrieben aus allen Segmenten der Wirtschaft, von der Gastronomie über das Friseur oder einem Online-Shops gehören auch junge Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte und andere Freiberufler zu den Kreditnehmer, die das Angebot nutzen. Mit dem Mikrodarlehen verbunden ist ein umfassender Beratungsprozess, der in den Starter-Centern durchgeführt wird. Nach erfolgter Gründungsberatung wird der Businessplan, zusammen mit dem Kreditantrag, an die Förderbank des Landes weitergeleitet. Allerdings gibt es auch Einschränkungen. Um in den Genuss dieser Finanzierung zu kommen, müssen die Antragsteller ihren Hauptwohnsitz in NRW haben. Außerdem dürfen sie ihre freiberufliche Tätigkeit oder das Gewerbe nicht länger als fünf Jahre ausgeübt haben.

Die Mittel des Förderprogramms stammen jeweils zur Hälfte aus Landesmitteln sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Der Clou, der zugleich die Nachhaltigkeit der Finanzierung verdeutlicht, ist die Refinanzierung. Die zurückgezahlten Mikrokredite fließen nicht etwa an die Kreditgeber zurück und verschwinden in irgendwelchen Töpfen. Sie werden als Mittel für weitere Mikrokredite bereit gestellt. So ist sichergestellt, dass die Fackel der erfolgreichen Gründungsfinanzierung an weitere Existenzgründerinnen und –gründer weitergereicht wird. Die Verantwortlichen nennen das einen „revolvierenden Fonds“







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