27. 05. 2012
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NUK: Kleiner Geburtstag vor großer Kulisse
Seit dem gestrigen Dienstagabend geht der Businessplan-Wettbewerb des Vereins Neues Unternehmertum Rheinland oder kurz NUK in seine 15. Ausgabe. Rund 250 Gäste, der überwiegende Teil sind potenzielle Existenzgründerinnen und –gründer, lauschten der Eröffnungsveranstaltung und kamen anschließend bei Speis und Trank zum „Get-together“ zusammen. Der Businessplan als „Visitenkarte“ und „Orientierungsrahmen“ für die zukünftigen Selbständigen ist dabei auch im 15. Jahr nach seiner Gründung weiterhin das Kernstück des dreistufigen Auswahlverfahrens. In der ersten Stufe wird eine Projektskizze verlangt, die dann systematisch zu einem Grob- und dann detaillierten Business- samt Finanzplan weiterentwickelt werden. An diesem grundsätzlichen Prozedere wird auch in diesem Jahr nichts geändert. Allerdings haben die Initiatoren seit ihrer Premiere im Jahr 1998 das eigene Angebot sukzessive ausgebaut.
Gründer sind Pioniere des Strukturwandels
Nachdem sie am 1. Februar dieses Jahres ihr neues Amt als Wirtschaftsdezernentin antrat ist auch der Kölner Stadtvorstand wieder im Kuratorium vertreten. Die neue Beigordnete rief die Anwesenden dabei in Erinnerung an ein legendäres Zitat des US-amerikanischen Unternehmers Steve Jobs dazu auf, „mutig, kühn und talentiert“ zu sein, um die Welt zu verändern. Ein klein bisschen davon steckt in jeder Unternehmerin und jedem Unternehmer. „Auch sie werden ihren Beitrag dazu leisten, die Welt zu verändern“, ermunterte Berg die Anwesenden. Als leitende Angestellte der Kommune ist sie natürlich auch daran interessiert, dass Unternehmen erfolgreich sind und Arbeitsplätze schaffen. Dass diese Unternehmen später auch Gewerbesteuerzahler werden können, blieb Dr. Dietrich Gottwald vom Verein NUK e.V. überlassen, zu erwähnen. Trotzdem erhielt die Beigeordnete berechtigten Applaus für ihre freie Rede. Dass dazu auch Netzwerken notwendig ist, machte die Dezernentin sogleich für sich geltend. „Ich freue mich aus den Austausch“, versicherte Berg.
Berechtigtes Eigenlob – 4000 Arbeitsplätze geschaffen
Der NUK-Businessplan-Wettbewerb hat sich inzwischen fest auf Rang 3 vergleichbarer Initiativen etabliert. Lediglich in München und Nürnberg sei man bereits weiter. In den bisherigen 14 Wettbewerben entstanden rund 700 Unternehmen mit insgesamt rund 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Immer noch ist Köln der Schwerpunkt, aber bereits früh weiteten die Verantwortlichen das Zielgebiet aus. Die ABCD-Region mit den Großstädten Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf trägt bis heute den Großteil der Existenzgründerinnen bei, aber längst kommen die Beiträge auch aus anderen Regionen in NRW und ganz Deutschland. Rund 50 Veranstaltungen und jeweils ein Gutachten eines ehrenamtlichen Coaches hilft den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ihre Geschäftsidee in ein aussichtsreiches Geschäftsmodell zu verwandeln. Von Vereinsseite bietet ein wachsendes Alumni-Netzwerk, neue Veranstaltungsformate und - derzeit in Arbeit – eine virtuelle Bibliothek, also eine Art Wissensmanagement auf der eigenen Internetseite sollen die potenziellen Unternehmerinnen und Unternehmen im besten Sinne unterstützen und begleiten. Ebenfalls noch nicht so alt ist ein „Mentoring“-Programm, das der Verein im Jahr 2010 gestartet hat. „Wir haben damit auf Anrehungen unserer Teilnehmer reagiert“, eröläuterte NUK-Vorstand Gottwald.
Weitere Redner auf der gestrigen Eröffnungsveranstaltung waren Theo Lieven, Mitbegründer und NUK-Geschäftsführer, Sparkassen-Direktor Bernd Nürnberger und Projektleiterin Vesna Donmuz. Dr. Georg Kröger, Drittplatzierter des Wettbewerbs im vergangenen Jahr, berichtete den Anwesenden schließlich über die Erfahrungen des vergangenen Jahres und die waren für den Kölner Jungunternehmer durchaus positiv. Weitere Informationen zum Wettbewerb finden sie auch im Internet unter: www.neuesunternehmertum.de.

























